Unser Verein ist Mitglied im Ostdeutschen Stenografenverband e. V., der jedes Jahr Verbandsmeisterschaften durchführt. Für deren Organisation ist abwechselnd einer der Mitgliedsvereine verantwortlich. Für 2025 waren wir wieder einmal an der Reihe.
Die erste und bei weitem wichtigste Frage, die in der Vorbereitung auf so einen Wettbewerb zu beantworten ist, ist die nach dem Austragungsort. Früher genutzte Schulen sind am Wochenende nicht mehr zugänglich, die Mieten für Räume in Hotels erreichen schwindelerregende Höhen. Was also tun? Die rettende Idee war die Kontaktaufnahme mit der Stenografischen Sammlung in der SLUB, die ebenfalls Mitglied in unserem Verband ist, aber in letzter Zeit - wenn man von ihrem unbestrittenen Nutzen für die stenografische Welt absieht - außer mit der regelmäßigen Überweisung der Beiträge nur selten das Verbandsleben fördernd in Erscheinung trat. Unserer Anfrage, ob eine räumliche Unterstützung möglich sei, stand der neue Leiter, Herr Dominik Stoltz, aber sehr aufgeschlossen gegenüber. So kam es, dass die SLUB Dresden Schirmherrin der diesjährigen Meisterschaften wurde und wir diese dank der ganztägigen Anwesenheit von Herrn Stoltz in den Räumen des Open Science Labs durchführen konnten, wo wir perfekte Bedingungen vorfanden.
Wir danken der SLUB und vor allem Herrn Stoltz sehr herzlich für diese Unterstützung unseres ehrenamtlichen Engagements!
Weiterhin zu klären sind Dinge wie die Übernachtungsmöglichkeiten, möglichst in der Nähe des Wettschreibortes, Gaststätten, die 50 Leute aufnehmen, das Rahmenprogramm, die Pausenversorgung am Wettkampftag, Gastgeschenke usw. usf. Da ich diese Aufgaben das erste Mal zu bewältigen hatte, haben sie mich schon über einen längeren Zeitraum in Trab gehalten. Aber dank der Unterstützung unseres Vorstands - vielen Dank vor allem an Regina -, der Tipps von Alexander mit den Vorjahreserfahrungen und der engen Abstimmung mit unserer Verbandsvorsitzenden war alles zu bewältigen.
Der Wettschreibtag, der 29. März, hat gezeigt, dass wir in unserer Vorbereitung alles - na, fast, die Frühstückszeit! - bedacht hatten. Die Räume boten Platz für all unsere Anforderungen, die Texte waren schreibfreundlich und die Helfer bienenfleißig - danke auch ihnen allen, namentlich dem “Küchenpersonal”. Dass die Semperoper sehenswert ist, konnten die Gäste von nah und fern bei einer Führung erfahren.
Die abendliche Siegerehrung hat dann erwiesen, dass fleißig trainiert worden ist. Unser Verein konnte zwei zweite und zwei dritte Plätze in den Einzelwettbewerben für sich verbuchen und zeigte vor allem starke Mannschaftsleistungen, was mit Siegen in der Perfektion und bei der Textbearbeitung/-gestaltung sowie zweiten Plätzen in Stenografie und 20-Minuten-Geschwindigkeitsschreiben belohnt wurde. Unsere Glückwünsche gehen aber an alle, die erfolgreich waren, nicht zuletzt auch an die teils von weit angereisten Gäste.
Am Sonntagmorgen haben wir bei der traditionellen Delegiertenversammlung über die 34. Meisterschaften im nächsten Jahr gesprochen. Sie werden am 18. April 2026 stattfinden. Wo das sein wird und wer die Organisation übernimmt, ist noch nicht geklärt. Das ist aber in Arbeit. Unsere Verbandsvorsitzende hat den am 8. November in Dortmund stattfindenden neuen Kombinationswettbewerb vorgestellt und für die Teilnahme einer starken Mannschaft des Verbandes geworben.
Die 33. Verbandsmeisterschaften in Dresden sind nun Geschichte. Der Dank an die Organisatoren hat uns gefreut, vor allem aber der Blick in die Gesichter der zufriedenen Teilnehmer. Mein Respekt vor allen, die so ein Ereignis vorbereiten, ist durch die eigenen Erfahrung spürbar gewachsen. Deshalb wünschen wir schon heute den Ausrichtern der 34. Meisterschaften gutes Gelingen.